Sonntag, 23. März 2008

NEW ZEALAND - Abel Tasman National Park


Der Mittwochabend endete noch ziemlich lustig. Als wir mal wieder uns Massen von schwarzem Tee (umsonst!) reinkippten, lernten wir den Andi Brunsch kennen. Mit dem laberten wir fast den ganzen Abend. Er erzaehlte von seinen ganzen super Erlebnissen in Dubai und auch in Australien. Wir kamen da eher mit unseren Horrorgeschichten, wie der Nahtoderfahrung oder auch unserem Auto. Wir drei lachten in den Abend hinein, als waeren wir besoffen..aber waren wir diesmal nicht :)! Mal wieder ein Spasten-Abend der Oberklasse, aber dieser kam "Anksch-Socializen" am Naechsten!
Am Donnerstag sind wir morgens erstmal in den Bus von Kaikoura nach Nelson gehuscht. Den Nachmittag davor hatten wir im I-Site schon alle Unterkuenfte und Busse fuer den Abel Tasman gebucht, aber die Sache war die...wir hatten ca. 20min von dem I-Site in Nelson zum Bus Depot zu kommen, um unseren Bus nach Kaiteriteri zu kriegen. Ich war schon wieder fast am Heulen, als mir der Busfahrer in Kaikoura mitteilte, dass er eine 15min laengere Pause als geplant einlegen wuerde. Ich schnell ins I-site gehuscht, damit die Busgesellschaft auch ja nicht ohne uns losfaehrt! Total fertig..dann endlich in den Bus, der brachte uns aber nur bis Blenheim. Also zaehlte ich auf die Puenktlichkeit dieses Buses. Aber mit Puenktlichkeit kannst du das hier einfach auch vergessen! Wir mussten in Blenheim eine Stunde warten und verkuerzten sie uns in einem riessem Backwarengeschaeft mit tausend Keksen und alles was man sich so vorstellen kann. Natuerlich musste ine Packung Kekse fuer mich drin sein und auch ein kleines belegtes Broetchen fuer die Fahrt. Die Busfahrerin kam 10min zu spaet u ich war eins mit meinen Aggressionen. Nach meiner Frage, ob wir um 3 Uhr in Nelson ankommen wuerden, war ich wieder beruhigt (angegebene Ankunftszeit 2:40Uhr), denn mit etwas Glueck koennten wir es noch schaffen. Ab gings dann mit dem Bus durch die Berge. Was fuer eine Fahrt..mal wieder schoen schnell durch die Kurven (wie ich es mag! :(..). In Nelson angekommen schnell mit unserem Backpack in die Bridge Street zum Depot, wo wir feststellen mussten, dass der Bus noch lange nicht da war. Wir mussten noch ca. eine halbe Stunde warten, aber so ist das halt auch hier und nicht nur in Australien, dass alle einfach so "laid-back" sind. Wir in den Abel Tasman Coachline nach Kaiteriteri (vorletzter Urlaubsort vor dem Abel Tasman). Natuerlich hatten wir hinter uns wieder eine schmatzende Person, die mich total aggressiv gemacht hat. Erstmal als Abbregungsmoeglichkeit ein bisschen gebubbert. Danach war ich viel entspannter und die schmatzende Frau hinter mir hatte auch nichts mehr zum Essen. Gut so! Irgendwie standen wir im Stau und kamen auch erst um 5 Uhr oder so an. Auf dem Weg dorthin kamen wir an Deutschland-aehnlichen-Landstrichen vorbei. Sah etwas wie ein grosses Moor aus, aber als wir in Kaiteriteri ankamen, verschlug es unseren (oder auch eher meinen) Atem. Goldener Strand und tuerkises Wasser. Wir kurz auf den Campingplatz in unsere Kabine eingecheckt. Ein kleines Mini-Haeus'chen mit einem Hochbett. :D Zuerst dachte ich unser Zimmer waer die Kueche, aber dahinter war unser kleines Heim'chen erst. Kurz an den Strand. Es war noch low-tide (niedriger Wasserspiegel.. oder Ebbe?!), sodass wir ueber ein paar Stein'chen zu einer kleinen Insel krackseln konnten. Dort entdeckte ich auch eine kleine Hoehle :). Noch ein paar Fotos gemacht u dann zurueck. Auf dem Weg ist mein Flip-Flop zu Bruch gegangen :(.. hoffentlich finde ich noch ein paar Billige in Neuseeland. Noch kurz in unsere "Cabin" und ein bisschen "Stadt-Land-Fluss" (wobei ich natuerlich haushoch gegen Annkri verloren hab) gespielt, bevor es ins Reich der Traeume ging.
Naechsten Tag sind wir um 10 ausgecheckt und mussten geschlagene 7 Stunden am Strand warten, aber so schlimm war es nun auch nicht. Die Zeit veronn wie im Flug und der Busfahrer war auch einer der putzigeren Sorte und neben uns ein altes Paerchen, da konnte ja nur alles super laufen, bis uns unser Fahrer mitteilte, dass wir in den naechsten 15min meistens auf der Gegenfahrbahn fahren wuerden, weil die Strassen ziemlich eng waren. Auf nach Marahau (letzter Urlaubsort mit ca. 10 Haeusern). Mal wieder an den Klippen vorbei und meint Herz blieb in jeder Kurve stecken, denn man konnte nicht hineinsehen und es war pure Glueckssache, ob in dem Moment ein wahnsinniger um die Kurve in uns reinduest, weil wir ja schliesslich auch noch auf beiden Fahrspuren waren. Auf dem Weg dorthin empfang uns noch ein "100 km/h-Schild" wobei ich und der aeltere Mann herzlich lachen mussten, denn wer wuerde hier schon mit so einer Geschwindigkeit um die Ecken brausen?! :) Aber wir kamen heil und heil an. Unsere auserwaehlte Unterkunft hiess "The Barn" und von den Bergen des Abel Tasman umgeben. Bei einer netten Frau ins Office rein um uns anzumelden. Dort stellten wir mal wieder fest wie dumm wir eigentlich waren, denn unser Bares war knapp und natuerlich gibt es in so einem Kaff fast direkt im Park drin auch keine australische Bank (Wovon traeumen wir nachts?!) und etwas zu Essen hatten wir auch nicht, nur die Reste im Shop des Office. Es gab eine Auswahl von Nudeln, Bohnen, Pancakes, Sosses und Crackern. Den ersten Abend bedienten wir uns der Mischung aus Bohnen und Nudeln. Zuvor ging es noch zum Wassertaxi-Stand, um unser Taxi fuer den naechsten Tag zu buchen. Wir reservierten uns das erste um 8 uhr und hatte am naechsten Tag eine Wanderzeit von 8h (ohne Pause) vor uns. Fuer die ersten 2 Tage hatten wir ein Zwei-Bett-Zimmer mit dem Blick direkt auf die Berge (traumhaft). Fuer die letzte Nacht war uns das Dorm zugewiessen wurden, was auch direkt im Wohnzimmer u in der Kueche lag. War aber voellig ok. :) Wir teilten das Haus fuer den ersten Tag mit zwei Deutschen, einem Schweizer und einer Englaenderin. Diesen Abend ging es frueh ins Bett'chen, um natuerlich frisch um 6 Uhr aufzustehen. Zum Fruehstueck gab es ca. nichts... :(..fuer den Tag hatten wir unsere Aepfel, die es vom "Bauern" gab und eine Flasche Wasser. Mit den zwei deutschen Maedels wurden wir von unserem Haeus'chen abgeholt und mit einem Trecker direkt mit dem Boot ins Wasser gesetzt. Die Maedels wurden eine Station frueher rausgelassen (in Bark Bay), wir waren erst in Tonga dran. Die Fahrt war einmalig.. :) man hat sich die Morgensonne ins Gesicht scheinen lassen und die schoenen Straende schon mit Vorfreue betrachtet. Vor unserem Reiseziel machte er noch einen Stop an Tonga-Island, um uns die Seal's zu zeigen. In Tonga angekommen, sprangen wir auf den Ruecken des Fahrers um trocken ans Land zu kommen. Von dort ging es aus nach Bark Bay..ich war natuerlich der Meinung am Schild, dass es low-tide war und nicht high-tide, sodass wir auch den kuerzeren Weg nehmen koennten, aber leider war der Wasserstand noch nicht so tief. Anksch war etwas sauer, sodass sie kurzerhand entschloss ins Wasser zu springen und dann zum Strand zu schwimmen, aber leider war das Wasser noch zu tief um unsere Sachen auch trocken rueberzubekommen. Zurueck ans Land, den Berg wieder rauf und einen Umweg in Kauf genommen, bis wir an den Strand kamen. Dort machten wir eine kleine Schwimmpause. Danach ab nach Torrent Bay, wo schon die Ebbe einsetzte und wir die Abkuerzung nehmen konnten. Die Reststrecke von 3 1/2 Stunden waren der reinste Horror. Man dachte: "Ach, jez hinter dieser Kurve kommt unsere Bucht!", aber man wurde des Oefteren enttaeuscht und es sollte eigentlich nie enden, bis wir die Bruecke sahen, die uns zu unserem Haeus'chen bringen sollte. Der Schweizer meinte, dass er total fertig war, aber er ist nur von Bark Bay nach Marahau gelaufen. Fuer uns waren es leider 3h Wandertour mehr als fuer ihn! Na ja wir kleinen Dummer'chen denken auch immer, dass wir die mega Wandertouren alle schaffen. xD Ich bin sofort ins Bett gefallen, konnte gerade noch Duschen gehen und bin dann aber auch sofort eingeschlafen mit unserem Wandersong "Ab geht die Maus, ab geht die Maus. Wo geht sie?" immer im Hinterkopf.
Der naechste Tag (Ostersonntag) fing lockerer an, denn wir standen erst um 9 Uhr auf. :D Ab gings in das kleine Restaurant oder Cafe (Park Cafe) bei uns in der Naehe. Ich entschloss, dass ich die Kosten des Fruehstuecks (24 Dollar) auf die Rechnung meiner Eltern setzen koennte (als Ostergeschenk :)...). Da ich eh kein Bargeld mithatte, blieb mir dazu auch nichts anderes uebrig, als das Essen mit der Mastercard zu bezahlen. Anksch koennte sich das grosse Fruehstueck mit Wurst, Eiern, Bort usw. .. ich entschied mich fuer das Muesli und einen Croissant und natuerlich abgerundet mit einer heissen Schoki und einem frisch gepresstem O-Saft. :) Danach ging es zu unserem ausgewaehltem Strand, den wir am Vortag entdeckt hatten, der aber immerhin noch 2h entfernt war. Mit unseren Wanderstoecken und alten Geschichten (die guten alten Sportjugend-Frankreich-Freizeiten) ging es auf zum Traumstrand. Da die Ebbe noch nicht eingesetzt hatte, entstand eine kleine Insel in der Mitte, welches ich als unseren Liegeplatz bezeichnete. Den Hand herunter und ueber ein paar Stein'chen, mal wieder durchs Wasser mit unseren Rucksaecken auf dem Kopf und unsere Wanderschuhe um den Hals ging es auf unsere kleine Insel. Es war mein absoluter Traum.. den Malediven kommt es schon ziemlich nahe :). Klares Wasser und super Wetter zum in der Sonne liegen. Dies taten wir auch den ganzen Tag, bevor wir noch ein paar Fotos machten und ab gings nach Hause. Anksch brutzelte sich noch ein paar Pancakes, ich ging schnell duschen und so war unsere super toller Strandtag im Abel Tasman National Park leider schon zu Ende. Unsere letzte Nacht (aber diesmal im Dorm) brach an. Leider verbrachten wir nicht so viel Zeit auf unserer Terasse, die echt den schoensten Ausblick hatte. In Europa waere die Ecke schon laengst mit Hochhaeusern zugebaut, aber hier war alles leer und ruhig, sodass man die Aussicht gar nicht fassen konnte. Der Blick ging ueber die Bruecke aufs Wasser und dann auf Fisherments Island. Ein Traum, sogar vom Badezimmer aus. :) Wo hat man das schon, beim Zaehneputzen den Blick direkt auf das Wasser und so eine schoene Insel?! Ich werde es vermissen! Es war ziemlich billig. Fuer das Doppelzimmer mit so einer Lage bezahlten wir nur 33 Dollar jeder pro Nacht. Fuer meinen Teil kaum zu fassen, aber es war auch eher Zufall, dass uns das kleine Ferienhaus in die Haende fiel, denn der Campingplatz war schon ausgebucht. Als wir am Ostermontag aufwachten befand sich keiner mehr im Haus, ausser wir.. alle anderen waren schon in den fruehen Morgenstunden ausgezogen. Kurz ins Bad und die Sachen gepackt. Ich sass noch etwas in der Sonne auf der Terasse, bevor wir wieder einen Abstecher ins Parkcafe machten, um auf den Bus zurueck nach Nelson zu warten. Dort gabs noch fuer jeden von uns ein kleines Kuchenstueck :).. fuer mich Kaesekuchen *yammi* (Wie in dem guten altem Deutschland!). Der Busfahrer verbrachte wohl auch seine Pause dort und somit konnten wir puenktlich einsteigen, aber leider ging es wieder ueber die Todesstrecke nach Kaiteriteri. An ein paar Herr der Ringe Haeuser vorbei nach Motueka und ab nach Nelson-Stadt, wo wir jetzt eine Nacht im "Accents on the Park" wohnen, bis wir morgen frueh um 9 uhr abgeholt und nach Picton zur Faehre gebracht werden. Am gleichen Tag gehts noch nach Wellington mit der Faehre (weiteres Highlight fuer mich!). Die Nacht in Wellington haben wir heute schon gebucht, denn es wurde uns gesagt, dass es in Wellington immer ziemlich voll ist und ohne Reservierung der Naechte man schon verloren hat. :(
Nun ist auch Schluss :)...ausserdem gibts im Moment auch nicht mehr zu sagen. Jedenfalls waren es super Tage im Abel Tasman Park, die ich nie vergessen werde!!!
P.S. (@Eltern) Meine kleine Schramme vom Foto in Kaikoura stammte nicht von unserer Nahtoderfahrung, sondern ich dumme Nuss bin einfach an einem 0,2m hohen Hang ausgerutscht. :D

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