Dienstag, 8. April 2008

NEW ZEALAND - Tangariro Crossing

Unser Bus kam ziemlich puenktlich und fuellte sich auch ziemlich schnell, bevor wir eine Stunde spaeter am Carpark ankamen. Alles erinnerte an Herr der Ringe :) (Mt Doom oder Schicksalsberg). Es gab fuer die Dummen auch alles zum Leihen, d.h. es gab Handschuhe, Fleece-Jacken, Muetzen, Hiking-Schuhe usw., weil einfach ein paar Maedels, aber auch Typen dachten, das dort oben der Sommer ausgebrochen ist. Wir waren jedenfalls super ausgestattet, aber haben uns trotzdem noch Handschuhe und ein kleines Muetzchen gekauft. Ohne Handschuhe waere ich sicherlich umgekommen. Anfaenglich war es eher ein einfacher Wanderweg, der sich aber zu den Devil Staircase entwickelte, der uns leider den letzten Atem raubte, bevor wir oben angekommen auch sofort in der Wolkendecke fuer den Rest des Tages verschwanden. Den restlichen Tag verbrachten wir einfach damit durch den Nebel oder auch die Wolken zu stapfen, die uns durch mehrere Krater brachte. Zwischendurch kamen mal wieder meine kleinen Panikattacken durch, weil die Wege unbefestigt waren und teilweise ziemlich matschig und nahe am Abgrund. Vor der einen Stelle hatte der Fahrer auch gewarnt, dass man dort austicken koennte. Wenn man mit der Gefahr nicht umgehen koenne, dann sollte man lieber umdrehen, aber tapfer ging es weiter. Auf dem Zettel, den wir am Anfang der Fahrt bekamen gab es immer eine Info-Spalte und in der Spalte zu den Abschnitt stand "Wenn man in den Krater reinfallen wuerde, wuerde man nicht mehr herauskommen!". Na danke.. :) und sofort keine Panik mehr! Dann gab es noch so Geroellabschnitte, die ziemlich duenn waren und rechts und links nur Nebel und natuerlich der Abgrund, den man aber nur erahnen konnte, weil man sich schon ca. 2000m hoch in den Bergen befand. Ich tastete mich langsam mit meinem Panik-Blick vor. Meine Beine fingen echt mal wieder an zu zittern, denn den Tag wollte ich noch nicht sterben! :) Irgendwann kam der Abstieg und die Wolken verschwanden langsam und ein kleiner suesser Fluss ganz weit unten kam zum Vorschein und in der Ferne konnte man den Lake Taupo erkennen, bevor es dann zur kleinen Huette ging, wo wir mal wieder eine kleine Pause einlegten. Dann ging es weiter an den Abstieg und an mehreren Schwefelquellen vorbei. Wir dachten auch ein kleines Hobbit-Haus entdeckt zu haben, aber als ich durch das Gelaende stapfte war es nur ein kleiner Tuempel (was fuer eine Augentaeuschung!). Irgendwann gab es nur noch ein kleines Waeldchen, dessen Wege auch nicht mehr enden wollten, bevor wir die letzten waren, die in den Bus einstiegen und zum Hostel duesten.

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