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| Darwin |
Donnerstag, 22. Mai 2008
Darwin
Eigentlich hatte ich gar nicht vor in Darwin zu arbeiten, aber nun ist es wohl doch soweit.
Am Sonntag angekommen und am Montag gleich losgeschossen. Hatte 4 "trials", also Probearbeiten, aber bin nur zu den ersten beiden hingegangen.
Ich arbeite nun im Uni (italienisches Restaurant) und in der Bar "Shennenigans". Beide liegen genau neben meinem Hostel (Youth Shag), links und rechts davon. Also brauche ich nur aus dem Hostel stapfen und schon bin ich in 10 Sekunden auf der Arbeit, aber ich merke, dass das hinter der Bar stehen doch nicht so toll ist wie gedacht. Ich fuehle mich teilweise echt wie der mega Trottel, denn hab ich 0 Ahnung von Shots, Bier oder allem :D.. ich stelle tausend dumme Frage u die auch nicht nur einmal. Da ich auch schon fast das Gehoer von meinem Vater erlangt habe, verstehe ich die Leute umso schlechter, als alle anderen. Ausserdem ist es mein 1. Job hinter der Bar und wenn ich schon die ganzen Sorten von Alkohol nicht kenne, dann ist es umso schwieriger fuer mich zu verstehen welches Bier die Gaeste nun haben wollen. Also ziemlich stressvoll. Wenn ich einem betrunkenem etwas ausschenke, kann ich eine Strafe von 2000 Dollar bekommen. Wusste ich zwar auch vorher, aber wie weiss man nun, dass der Typ oder das Maedel vor einem genug hatte. Manche zeigen es einfach nicht! Meine Probearbeit fuer das "Shenni" hatte ich am Dienstag. Ich war doch noch recht entspannt, bis so einige Probleme mit Wein und Sekt in mir aufkamen. Woher soll ich wissen was Sauvignon Blanc ist oder auch Pink/ Yellow Sekt oder auch Champagner..zu viele Informationen auf einmal und von den Namen der tausend Angestellten darf ich gar nicht reden, denn da steige ich erst recht nicht durch. Am ersten Tag habe ich erstmal zwei Glaeser zerschmettert, die auch leider schmerzlicherweise in meinem Schuh broeselten. :( Habe zwei Glaeser Wein falsch ausgeschenkt, aber wenn man sich nachts um 3 Uhr zusammensetzt, muessen alle sagen welchen "Schaden" sie diesen Abend begangen haben. Da bin ich wohl doch nicht die einzigste. Zum Glueck, aber sonst ist der Job hinter der Bar echt kein Traumjob, wenn ich um 8 Uhr abends anfange und erst um 4 im Bett bin. Naechsten Morgen um 7 wieder hoch und dann ins Uno's. Heute und morgen bin ich davon verschont worden, aber dafuer geht es heute abend wieder in die Bar und der Trottel Ina ist wieder am Start. Na ja..jedenfalls stimmt das Geld u ich kann sparen, aber 7 Wochen.. puh.. das wird was!!
Von Darwin habe ich bis jetzt noch nicht so viel gesehen, aber der Sunset Mark am Mindil Beach ist echt toll. Tausend verschiedene Varianten von Essen aus allen Laendern, Milchshakes, die einfach ein Traum sind! (Kokusnuss..unglaublich!!) und dann die vielen Klamotten, Taschen, Sarongs, Ketten, Ohrringe, Drogen (aber alles auf pflanzlicher Basis, was hier auch erlaubt ist :D) ...einfach alles. Den Markt gibt es Donnerstags und Sonntags, aber am Do ist er immer viel besser u auch groesser. Bevor es hier wieder weggeht, muss ich umbedingt nochmal gross dort einkaufen. Werde wohl wieder was nach Hause schicken muessen..ich denke es werden sich wieder einige Dinge ansammeln.
Die Jobs sind nicht so super wie gedacht, aber ich wurde einfach in Sydney zu sehr verwoehnt von Kristy, Mark usw. ...obwohl ich es nicht gedacht haette, als ich dort gearbeitet hatte. Hier bekommste du kein gratis Essen, musst aber die Haelfte bezahlen, was auch noch ok ist. Werde aber erst am Ende meiner Zeit dort mal Essen. Sieht aber tausend mal leckerer aus als im Rowers :D.
Aber der Vorteil von dem ganzen ist, dass ich nur 2min zum Coles gehen muss und Internet gibt es gleich im Hostel und wir haben auch einen Pool..auch eine schoene Liegewiese auf dem Dach, obwohl ich mich bei der Sonne hier nicht umbedingt dort oben brutzeln lassen wuerde. Der Sonnenbrand wuerde sonst anklingeln. :)
Am Sonntag angekommen und am Montag gleich losgeschossen. Hatte 4 "trials", also Probearbeiten, aber bin nur zu den ersten beiden hingegangen.
Ich arbeite nun im Uni (italienisches Restaurant) und in der Bar "Shennenigans". Beide liegen genau neben meinem Hostel (Youth Shag), links und rechts davon. Also brauche ich nur aus dem Hostel stapfen und schon bin ich in 10 Sekunden auf der Arbeit, aber ich merke, dass das hinter der Bar stehen doch nicht so toll ist wie gedacht. Ich fuehle mich teilweise echt wie der mega Trottel, denn hab ich 0 Ahnung von Shots, Bier oder allem :D.. ich stelle tausend dumme Frage u die auch nicht nur einmal. Da ich auch schon fast das Gehoer von meinem Vater erlangt habe, verstehe ich die Leute umso schlechter, als alle anderen. Ausserdem ist es mein 1. Job hinter der Bar und wenn ich schon die ganzen Sorten von Alkohol nicht kenne, dann ist es umso schwieriger fuer mich zu verstehen welches Bier die Gaeste nun haben wollen. Also ziemlich stressvoll. Wenn ich einem betrunkenem etwas ausschenke, kann ich eine Strafe von 2000 Dollar bekommen. Wusste ich zwar auch vorher, aber wie weiss man nun, dass der Typ oder das Maedel vor einem genug hatte. Manche zeigen es einfach nicht! Meine Probearbeit fuer das "Shenni" hatte ich am Dienstag. Ich war doch noch recht entspannt, bis so einige Probleme mit Wein und Sekt in mir aufkamen. Woher soll ich wissen was Sauvignon Blanc ist oder auch Pink/ Yellow Sekt oder auch Champagner..zu viele Informationen auf einmal und von den Namen der tausend Angestellten darf ich gar nicht reden, denn da steige ich erst recht nicht durch. Am ersten Tag habe ich erstmal zwei Glaeser zerschmettert, die auch leider schmerzlicherweise in meinem Schuh broeselten. :( Habe zwei Glaeser Wein falsch ausgeschenkt, aber wenn man sich nachts um 3 Uhr zusammensetzt, muessen alle sagen welchen "Schaden" sie diesen Abend begangen haben. Da bin ich wohl doch nicht die einzigste. Zum Glueck, aber sonst ist der Job hinter der Bar echt kein Traumjob, wenn ich um 8 Uhr abends anfange und erst um 4 im Bett bin. Naechsten Morgen um 7 wieder hoch und dann ins Uno's. Heute und morgen bin ich davon verschont worden, aber dafuer geht es heute abend wieder in die Bar und der Trottel Ina ist wieder am Start. Na ja..jedenfalls stimmt das Geld u ich kann sparen, aber 7 Wochen.. puh.. das wird was!!
Von Darwin habe ich bis jetzt noch nicht so viel gesehen, aber der Sunset Mark am Mindil Beach ist echt toll. Tausend verschiedene Varianten von Essen aus allen Laendern, Milchshakes, die einfach ein Traum sind! (Kokusnuss..unglaublich!!) und dann die vielen Klamotten, Taschen, Sarongs, Ketten, Ohrringe, Drogen (aber alles auf pflanzlicher Basis, was hier auch erlaubt ist :D) ...einfach alles. Den Markt gibt es Donnerstags und Sonntags, aber am Do ist er immer viel besser u auch groesser. Bevor es hier wieder weggeht, muss ich umbedingt nochmal gross dort einkaufen. Werde wohl wieder was nach Hause schicken muessen..ich denke es werden sich wieder einige Dinge ansammeln.
Die Jobs sind nicht so super wie gedacht, aber ich wurde einfach in Sydney zu sehr verwoehnt von Kristy, Mark usw. ...obwohl ich es nicht gedacht haette, als ich dort gearbeitet hatte. Hier bekommste du kein gratis Essen, musst aber die Haelfte bezahlen, was auch noch ok ist. Werde aber erst am Ende meiner Zeit dort mal Essen. Sieht aber tausend mal leckerer aus als im Rowers :D.
Aber der Vorteil von dem ganzen ist, dass ich nur 2min zum Coles gehen muss und Internet gibt es gleich im Hostel und wir haben auch einen Pool..auch eine schoene Liegewiese auf dem Dach, obwohl ich mich bei der Sonne hier nicht umbedingt dort oben brutzeln lassen wuerde. Der Sonnenbrand wuerde sonst anklingeln. :)
3 Tage im Litchfield - u. Kakadu National Park
Ich muss sagen, dass ich mir von dem Kakadu National Park mehr erwartet hatte. Vielleicht lag es auch einfach an unserem Tour-Guide, der sich lieber irgendwo in den Schatten setzte, als mit uns den Berg zu den Wasserfaellen hinaufzugehen. Vielleicht war er auch einfach nur zu fett um sich zu bewegen. Jedenfalls war er total langweilig, hat jedem gesagt was er machen muss, damit er ja keine Box mit Essen in die Kueche traegt. Er verkuemelte sich auch gerne der oefteren oder erzaehlte Eve, dass er kein Bock auf unsere Gruppe hat. Was fuer ein super Tour-Guide!!
Ich bin froh, dass die 3-Tage zu Ende sind.. ok, soo schlimm war es nun auch nicht, aber das Geld jedenfalls nicht wert! Das Essen war schlecht, wenig Gemuese..Mittag Hotdogs, Abend Fleisch und Kartoffeln aus der Dose. Wie schoen!
Des weiteren hat uns auch ein nackter Mann 4 Tage lang verfolgt, bzw. ist an jeder Wasserstelle wieder aufgetaucht wo wir auch waren. Ein Ranger hatte ihn drauf angesprochen und auch sogar ein hilfbereiter Mann, der seinen Kindern das nicht antun wollte!
Mein Highlight war jedenfalls der grosse Wasserfall, wo wir auf dem Berg im Wasser entspannen konnten und eine super Aussicht auf den Kakadu hatten.
Eve, Anksch u ich seilten uns einen Nachmittag an den Camping-Pool ab und entspannten dort lieber 4hrs als sich irgendwo abzuhetzen und einen Sonnenuntergang zu sehen, der im Nachhinein auch nicht so toll war, wie er ihn beschrieben hatte.
Zum Glueck hatten wir uns :) die Gruppe war ok, aber definitiv nicht so cool wie die von Adelaide nach Alice und von Alice nach Darwin!
Ich bin froh, dass die 3-Tage zu Ende sind.. ok, soo schlimm war es nun auch nicht, aber das Geld jedenfalls nicht wert! Das Essen war schlecht, wenig Gemuese..Mittag Hotdogs, Abend Fleisch und Kartoffeln aus der Dose. Wie schoen!
Des weiteren hat uns auch ein nackter Mann 4 Tage lang verfolgt, bzw. ist an jeder Wasserstelle wieder aufgetaucht wo wir auch waren. Ein Ranger hatte ihn drauf angesprochen und auch sogar ein hilfbereiter Mann, der seinen Kindern das nicht antun wollte!
Mein Highlight war jedenfalls der grosse Wasserfall, wo wir auf dem Berg im Wasser entspannen konnten und eine super Aussicht auf den Kakadu hatten.
Eve, Anksch u ich seilten uns einen Nachmittag an den Camping-Pool ab und entspannten dort lieber 4hrs als sich irgendwo abzuhetzen und einen Sonnenuntergang zu sehen, der im Nachhinein auch nicht so toll war, wie er ihn beschrieben hatte.
Zum Glueck hatten wir uns :) die Gruppe war ok, aber definitiv nicht so cool wie die von Adelaide nach Alice und von Alice nach Darwin!
Sonntag, 18. Mai 2008
Outback-Tour - 3 Tage
Die Tour war mit die Beste, obwohl ich ja eigentlich nicht so sehr auf so ein Gruppengewusel stehe.. :)..
Am ersten Tag ging es mit unserem Bus zu den Olgas - Kata Tjuta und leisteten erstmal einen schoenen 5km Walk in der knallen Hitze, aber abends wurde es zumindest immer schoen kuehl und wir konnten draussen in "Swags" schlafen.
Der naechste Tag bestand mal wieder aus Wandern, aber diesmal ging es zum Uluru.. Sonnenaufgang & Untergang war drin und auch der 9km Walk um den Uluru rum. Emma, unser Tour-Guide, war ne Suesse :).. die beste von allen!! Danach ging es noch ins Informationscenter um den vielen Fliegen zu entkommen! Ich hasse Fliegen..besonders wenn man mal wieder schwitzt wie ein Ekel..
Das Essen war hervorragend! Es gab viel Gemuese, aber das abendliche Essen hat mir nicht so gut getan.. mal wieder etwas zugelegt. :) Aber ab heute starte ich meine Diaet..
Den letzten verbrachten wir im Kings Canyon.. :) war auch ganz schoen, aber mal wieder ein langer Wanderweg fuer uns.
War eine schoene Zeit, aber ich wuerde nicht noch einmal durchs Outback :D..ach ja und Mel Gibson war in der Zeit auch in einem ziemlich teurem Edel-Camp bzw das Teuerste dort und keiner hatte Zugang :(..schade..
Am ersten Tag ging es mit unserem Bus zu den Olgas - Kata Tjuta und leisteten erstmal einen schoenen 5km Walk in der knallen Hitze, aber abends wurde es zumindest immer schoen kuehl und wir konnten draussen in "Swags" schlafen.
Der naechste Tag bestand mal wieder aus Wandern, aber diesmal ging es zum Uluru.. Sonnenaufgang & Untergang war drin und auch der 9km Walk um den Uluru rum. Emma, unser Tour-Guide, war ne Suesse :).. die beste von allen!! Danach ging es noch ins Informationscenter um den vielen Fliegen zu entkommen! Ich hasse Fliegen..besonders wenn man mal wieder schwitzt wie ein Ekel..
Das Essen war hervorragend! Es gab viel Gemuese, aber das abendliche Essen hat mir nicht so gut getan.. mal wieder etwas zugelegt. :) Aber ab heute starte ich meine Diaet..
Den letzten verbrachten wir im Kings Canyon.. :) war auch ganz schoen, aber mal wieder ein langer Wanderweg fuer uns.
War eine schoene Zeit, aber ich wuerde nicht noch einmal durchs Outback :D..ach ja und Mel Gibson war in der Zeit auch in einem ziemlich teurem Edel-Camp bzw das Teuerste dort und keiner hatte Zugang :(..schade..
Montag, 12. Mai 2008
Freitag, 9. Mai 2008
Adelaide - Alice Springs - McDonald Rangers
Habe noch kaum Zeit, aber die 2-taegige Fahrt von Adelaide nach Alice Springs war echt ein Spass. Wir haben viele nette und auch verrueckte Leute (der Franzose) kennengelernt. Dazu kam noch eine Nacht in Cooper Pedy, wo alle meinten, dass es echt gruselig sein soll und die Menschen echt komisch sind, weil sie ja schliesslich in Hoehlen wohnen. Natuerlich Inzest darf nicht fehlen.. als ich in Adelaide einen gefragt hatte, ob er Cooper Pedy mag, kam nur zurueck "Keiner mag Cooper Pedy!". Aber das schreckte mich nicht besonders ab :).. frueh morgens ging es los und dann waren wir auch um ca. 18 Uhr vor Ort. Hatten eine kleine Minentour mit Opal-bestaunen am Schluss und dann ging es zum Pizza-Naschen (war ja schliesslich all in) in ein kleines Restaurant, wo sich schon viele Gruppen eingetroffen hatten. Die Pizzen wurde auf riessen Paletten serviert und jeder konnte sich ein Stueck'chen nach dem anderen runterpicken, bevor es in eine kleine Bar ging. Alles eher ruhig. Dort lernten wir auch die gute Eve (Amerikanerin, ca. 30..sieht aber aus wie 22!!, Lehrerin, reist um die ganze Welt um in allen Laendern der Welt Sprachen zu "teachen", war z.B. schon in Japan, Koreo usw., ist einfach ein fetziges Eisen :D..). Ab ging es kurze Zeit spaeter in unsere Hoehlen, wo es konstant 23 Grad sind. Alle anderen Gruppen mussten schon um 5 aufstehen, aber wir hatten den spaeteren Start um 6 Uhr morgen erwischt..was fuer ein Glueck!! Ab ging es mit Muesli im Magen Richtung Alice Springs. Lunch gab es mal wieder auf irgendeiner Raststaette im Outback (Wraps, Toast mit Kaese/Wurst und viiiieeeelll Gemuese! mit BBQ Sauce). Nach ein paar Zwischenstops z.B. an den Salzwasserseen (war alles ausgetrocknet, ist es meistens eh!) und auch an dem Dingozaun, der die armen Schaef'chen von den boesen Hunden schuetzt. Es war also ein paar Dinge zu sehen, bevor wir in unseren Hosteln abgesetzt wurden. Wir sind im Haven, das neueste Hostel in Alice Springs. Mark, unser Busfahrer, bot uns an fuer 25 Dollar eine Privattour am naechsten Tag zu den McDonald Rangers zu machen, wenn sich genug Leute finden (d.h. 5!). Abends ging es ins Anni's Place und es gab fuer 5 Dollar Essen. Man konnte zwischen verschiedenen Sachen waehlen. Die meisten entschieden sich fuer Kaengeru-Curry, aber ich persoenlich wurde es nicht von normalem Beef unterscheiden koennen, aber es soll ja angeblich nur 3% Fett oder so enthalten. Oder war es weniger?! :D Egal! Abends war es noch ganz lustig. Anksch und ich teilten uns ein Snake Bite und ab ging die Party..wir hatten noch eine nette Unterhaltung mit unseren anderen Fahrtteilnehmern/nehmerinnen bevor es auch wieder ins Hostel ging. Ein schoener Abend! Den naechsten Tag ging es ab zu den Rangers.. entspannend und ruhig und danke an Mark. Nun bricht unsere vorletzt letzte Nacht hier an und morgen faengt unsere 9-Tage-Tour bis nach Darwin an, aber vorraussichtlich werden wir hier noch eine Nacht von Montag auf Dienstag schlafen. Ich freue mich jedenfalls schon darauf unter einen super Sternenhimmel einzuschlafen. Zum Glueck habe ich einen guten Schlafsack, in dem man auch 5 Grad nachts aushalten kann... :)..
Dienstag, 6. Mai 2008
Restliche Camper-Tour & Adelaide mit Uschi auf der Farm
Meinen Geburtstag verbrachten wir auf dem Campingplatz. Wir hatten den ganzen Tag in der Stadt und ich zeigte Anksch die vielen niedlichen Cafés, die ich am Tag zuvor alleine entdeckt hatte. Wir machten noch einen kurzen Stop im Liqour-Shop und ich deckte mich fuer den Abend ein. Leider hatte unser Zug etwas Verspaetung, sodass ich schon 3 Dosen UDL trank und das neu von mir entdeckte Malibu Tropic. Etwas angeduedelt sass ich nun mit Anksch im Untergrund, bis endlich der Zug kam. Noch einen kurzen Abstecher im Coles und Anksch kaufte mir eine kleine Geburtstagstorte im Sonderangebot . Auf Coles Angebote kann man immer zaehlen! Leider hatte die Kueche schon geschlossen und wir kochten unsere gute Nudel-Bolognese auf unserem Gaskocher. Nach dem Essen konnte ich mich kein Stueck mehr bewegen und wir beide lagen schon fast schlafend im Camper. Anksch sprang auf und manoevrierte sich zur Fordertuer um mein Geschenk zu verpacken. Ich wusste aber schon was es war ;)…ich alter TKKG-Fuchs. Um Punkt zwoelf oeffnete sich die Tuer und ein paar Wunderkerzen auf dem Kuchen und ein kleiner Beutel winkten mit entgegen. Nicht zu vergessen der Osterhase, den sie eigentlich vergessen hatte Ali im Wake Up zu geben. Ich erhielt eine Yade-Kette aus Neuseeland. Nochmal danke an die Schenkerin :-*! Kurz darauf ging es aber auch schon ins Bettchen um etwas spaeter am naechsten Tag aufzustehen. Wir mussten ja fit fuer DIE Party sein. Dank des LonelyPlanet wussten wir auch schon gleich wo unsere Reise hingehen sollte.
Die Nacht war kurz und ich steuerte schon frueher als gedacht die Duschen an und wir machten uns nochmals auf den Weg zum Einkaufszentrum um fuer Anksch und mich etwas zu trinken fuer den Abend zu kaufen. Ich musste ja schliesslich wieder aufstocken! Mein Tag brachte mir eine kleine Gluecksstraehne und ich ergatterte zwei teure Lipgloss je fuer 75 Cent. Nun huschten wir wieder auf den Campingplatz zurueck bevor wir uns etwas huebsch machten. Unser Alkohol wartete schon auf uns. Mal wieder ging es etwas spaeter los als geplant und ab in den Bus. Ein paar Spaesschen gemacht und schon befanden wir uns in Melbourne City. Ich hatte mir auf einen kleinen Plan geschrieben wo sich unsere „Disko“ des Abends befand. Kurz noch ein Anruf bei meinem zweitem Vater Pia und ab ging es mit Partylaune in Richtung Party. Ueberall waren mal wieder aufgetakelte Maedels mit Miniroecken, karierten Hemden, kurzen Kleidchen, aufgewuschelten Haaren und viiieeel Schminke im Gesicht. In Deutschland wuerde nie jemand soo zu einer Party gehen! Etwas komisch war mir schon zumute, ob wir denn dort ueberhaupt reinkommen sollten, denn im L.P. wurde schon angegebn, dass dort aussortiert wird. Die Gegend sah etwas heruntergekommen aus, aber irgendwie hatte es auch ihren Charme, halt Party mit Australiern! :D Die Leutchen vor uns wurden mit dem Satz „Heute ist eine Privatparty!“ abgewiesen. Wir mussten „nur“ 15 Dollar bezahlen und die Party wartete auf uns. Es ging ein paar Stockwerke hoch. Die Waende vollgeschmiert und etwas duester, bevor wir uns durch mehrere Tunnelgaenge zur Bar kaempften. Wir kamen an vielen aelteren Sofas vorbei und wie immer waren mal wieder nur gutaussehende und schlanke um uns herum. Die Typen waren alle geschniegelt und auch wie beim anderen Geschlecht nur die Besten vorhanden. Fuer mich war das alles mal wieder zu viel Schoenheit und zu viel Eindruecke auf einmal. Alle sahen anders als in Deutschland aus (fetziger?), aber ziemlich gut. Die Musik liess zu wuenschen uebrig, zwar spielten sie Housemusik und so nen Krams, aber da muessen sie mal nach Deutschland kommen. Anksch bestellte sich was zu trinken, aber irgendwann ging es ihr nicht so gut und wir gingen nach draussen. Auf dem Maedelsklo standen auch ueberall Typen herum. Mit meinem verwirrten Blick war wohl allen klar, dass ich nicht von hier bin und erklaerten mir, dass man das hier nicht so sieht und jeder Mann ja auch etwas schwul ist. Soso! Anksch hatte nach kurzer Zeit kein Interesse mehr an der Party und wir machten uns auf dem Weg zu einer anderen Party, aber hatten bis jetzt noch nicht so die Idee wo denn DIE Party sein sollte. Wir machten uns einfach auf dem Weg zum Federation Square und begaben uns unter etwas aeltere Leute. Ploetzlich sah ich Martin aus Sydney, den wir ganz am Anfang unserer Reise in der Scubar kennenlernten, der uns zwar auch des oefteren zu seiner Hausparty einlud, aber wir konnten leider nie bzw. ich, weil ich schliesslich immer am Wochenende arbeiten musste. Wie sich herausstellte besuchte er seine Freundin in Melbourne und mir kam mal wieder der Satz in den Kopf „Die Welt ist klein!“ . Kurz darauf verabschiedeten wir uns von ihm und sassen den Rest des Abends nur noch herum. Anksch hatte irgendwie ihre Laune verloren und wir machten uns auf dem Weg zur Bahn. Es war 4 Uhr nachts, aber wie wir kurze Zeit spaeter mitbekamen: Der erste Zug fuhr erst um 6:40 Uhr. Ich dachte ich hoere nicht richtig! Die Busse fuhren noch spaeter, sodass wir keine andere Chance hatten als in der Kaelte zu warten…Ein Taxi haette uns 40 Dollar gekostet und das war mir das Geld echt nicht wert. Im FlindersBahnhof setzten wir uns an einen Tisch. Ueberall waren Partygaenger, die schliefen und auf den ersten Zug/Bus warteten. Ich legte mich schlafen, bis mich nach einer Stunde ein Betrunkener aufweckte und fragte ob es mir gut gehe. Leicht aggressiv legte ich mich wieder hin und uebergab Anksch die Aufgabe des Abwimmelns. Sie erzaehlte mal wieder irgendeinen Mist, aber er glaubte ihr. Ich musste mir das Lachen wie immer verkneifen, aber schlummerte noch fuer eine kurze Zeit weiter bis wir uns einen anderen Platz suchten. Die Maedels in Minirock taten mir echt leid, aber manche huschten aufs Klo um sich unter den Haendetrockner zu stellen. Gute Idee! Neben uns befanden sich 3 Typen, die ca. nach 16 aussahen. Ein Maedchen und ihr Freund begaben sich noch dazu und wie es in Australien ueblich ist, wurde sich unterhalten ..nicht so wie in Deutschland. Aber die beiden waren erst 14 und ich kam mir echt etwas alt vor, mit 20. Aber auch besser, weil ich haette mit 14 kein Bock auf Disko gehabt. Zu dieser Zeit gab es noch die Maedchen oder die Bravo oder irgendwelche Kassetten und ich sah auch aus wie ein fettes Kind, aber besser so, also mit so jungen Jahren nachts um 5 im Bahnhof rumzulungern und auf cool zu machen, weil sie in alle Diskos reinkommen. Die restlichen Stunden sollten nicht enden und wir beide frierten uns echt den „Arsch“ ab, bis dann endlich der Zug kam und ich nur noch apartisch einstieg und die 2km zum Campingplatz zuruecklegte. Anksch stratze schon einmal vor um das Bettchen zu machen.
Am Sonntag wachten wir erst irgendwann nachmittags auf, bevor ich noch mal in die Stadt fuhr um meine Studienbewerbungen zu vervollständigen. Wir freuten uns schon riessig auf Grey’s Anatomy, aber wie wir feststellen mussten war Australien eine Folge zurueck, sodass wir die letzte Folge, die wir schon aus Neuseeland kannten, sahen. Noch etwas angeschlagen von der Nacht ging es wieder ins Bettchen, sodass unserer Fahrt Richtung Uschi nichts mehr entgegenstehen konnte.
Von Melbourne aus ging es zuerst noch zum grossen Einkaufszentrum mit unserem geliebtem Aldi. Wir wollten noch mal kurz einkaufen und ich mein Paket zur Post bringen, damit ich nicht mehr so viel tragen muss. Obwohl ich dazu sagen muss, dass ich immer noch mit 2 Extra-Taschen und meinem Backpack rumrenne. Dank an den guten Verkäufer in Hannover! Anksch erwischte mal wieder einen schlechten Tag, denn ihre Bankkarte funktionierte nicht mehr und wir mussten nun vom meiner Mastercard leben…ohne Bargeld, aber heutzutage kann man bei Tankstellen oder Campingplaetzen zum Glueck damit bezahlen. Etwas missmutig stiegen wir wieder in unseren rostenden Camper, der bei jedem Huckel etwas Rost abgab und den wir beim Kochen in unserer Spuele und unserer Ablage wieder finden konnten, aber mit was man sich nicht alles abgeben kann .
Von dort aus ging es Richtung Great Ocean Road. Wir fuhren an Geelong vorbei und machten noch einen kurzen Stop an dem Strand, wo die Surfweltmeisterschaften nach Anksch stattfanden oder stattfinden, bevor wir uns schon auf der Great Ocean Road befanden, die uns den Tag aber nur bis nach Lorne brachte. Dort parkten wir unseren Camper auf einem öffentlichem Parkplatz wo wie ueberall in Australien das Schlafen über Nacht nicht erlaubt ist. Wir hatten aber kein Schild entdeckt, sodass wir uns nur kurz was zu essen machten und viele Kakadu’s und Papageien beobachten und mal wieder schlafen gingen, bis mich Anksch irgendwann aufweckte. „Wach auf man!“..ich befand mich eigentlich noch im Schlaf und sie sagte, dass angeblich die Polizei vor unserem Auto angehalten hat und sich unsere Nummer aufgeschrieben hat, weil wir hier nicht parken duerfen. Ich bekam nur „Laber nicht raus und meinte, dass die doch sicherlich geklopft haetten..oder spaeter wiederkommen, um zu schauen ob wir immer noch dort waeren (Es war erst 9 Uhr abends!). Sie war mal wieder total in Panik und rastete bei dem Gedanken 100 Dollar Strafe zu zahlen total aus. Ich blieb hinten ruhig liegen und Anksch stieg mit Aggressionen vorne ins Auto ein, um uns Umzuparken. Das Umparken dauerte leider ne halbe Stunde und keine Ahnung wo sie mitten in der Nacht alles langfuhr. Ich merkte nur, dass es immer holpriger wurde und wir uns wohl irgendwo im nirgendwo befinden mussten, dann rutschte ich mit dem Kopf nach unten und wir fuhren irgendeinen Berg hoch..links rechts links rechts..umdrehen.. aber irgendwann befanden wir uns auf einem Lookout-Punkt. Sie beruhigte sich etwas, bevor die Frage ob wir hier abstuerzen koennten in ihr aufkam. Ich machte mich diesmal auch verrueckt, obwohl es eigentlich keine Moeglichkeit des Abstuerzen gab, denn unser Camper war ca. 5m vom Abhang entfernt. Wer sollte schon mitten in der Nacht unseren Camper umstossen, sodass er herunterpoltert?! Dann ging es endlich schlafen.
Morgens hatten wir einen super Blick auf die Great Ocean Road und ab ging es am Strand essen. Ich war an dem Tag der Fahrer und meine Aufgabe war es uns heile ueber die Ocean Road zu bringen, weil wir des oefteren gehoert hatten, dass sie ja sooo gefaehrlich sein sollte. Die Strassen waren gut befahrbar und wenn man die Richtgeschwindigkeiten einhielt, war alles im Lot! Alle 15 min machte ich einen Stop um ein Foto zu schiessen. Zu unserer Verwunderung war die G.O.R. schon nach 30km zu Ende und wir fuhren ins Inland. Ich war ziemlich enttaeuscht. Die Strecke war zwar schoen, aber ob ich sie als schoenste Strasse ansehen sollte…ich weiss es nicht! Nach der Inlandsfahrt kamen wir zu den 12 Aposteln. Anksch schlummerte etwas und war ziemlich verwundert, dass wir schon so weit gekommen waren mit unserem 80km/h-Auto. Wir parkten unser Zebra direkt neben den anderen zwei Wicked-Campern. Durch eine Strassenunterfuehrung kamen wir an tausenden Chinesen vorbei mit ihren ka teueren Kameras vorbei, bis wir SIE sahen. Umgehauen haben die „Felsen“ mich nicht, aber sie sind einfach ein MUSS, wenn man die Great Ocean Road abfaehrt. Wir verbrachten dort eine ¾ Stunde bevor es uns weiterzog. Langsam daemmerte es und wir fuhren mittlerweile auch schon seit vielen Stunden wieder auf dem normalem Princess Hwy, der uns schon seit Sydney begleitete. Im Dunkeln suchten wir einen Campingplatz. Der 1. hatte eigentlich wie angegeben noch geoeffnet, aber keiner sass an der Rezeption, also weiter, bis wir einen in der Naehe von Portland fanden. Unser Tagesziel war erreicht und der naechste Tag sollte unser letzter in unserem Camper sein.
Anksch war an der Reihe sich hinters Lenkrad zu schwingen und nach einer schoenen warmen Dusche machte ich es mir gemuetlich. Wir mussten mal wieder oefters nach dem Weg fragen, aber schafften es uns Richtung Adelaide zu machen, aber auf der Kuestenstrasse. Eigentlich haetten wir auch den Inlandweg nehmen koennen, weil es nicht wie wir dachten am Wasser entlangging. Es gab nur hin und wieder ein paar Abzweigungen zu Orten, die am Wasser lagen, aber davon hatten wir herzlich wenig! Wir machten aber trotzdem einen kleinen Abstecher in ein kleines Doerf’chen am Meer. Von dort aus ging es dann weiter Richtung Adelaide. Wir fuhren an vielen toten Kaengerus vorbei, die sicherlich von grossen Trucks ueberfahren wurden. Die Strassen waren leer und wir hatten etwas Panik einen Unfall zu haben, denn wer wuerde uns hier finden?! Keiner! In der Daemmerung kamen wir an vielen Seen vorbei, bis es dann an Mt Barker in die Stadt reinging. Nachts suchten wir die Strasse, wo wir unseren Camper abgeben mussten und fanden ihn doch nach einiger Zeit und stellten uns neben die vielen anderen Camper auf den Hof. Abends kam noch ein Mann aus dem Nachbarhaus und begruesste sie und fragte ob sie trinkt oder raucht. Beides verneint und er machte sich wieder auf den Weg zurueck. Ich dachte es sei die Polizei gewesen, aber ka was der wollte.
Am naechsten Tag erblickte ich um unser Auto ueberall Bauarbeiter, denn das Nachbarhaus war noch nicht fertiggestellt. Wir machten uns langsam daran unsere Sachen zu packen, aber leider gab es hier keine Dusche und noch nicht mal ein Waschbecken auf dem Klo von Wicked, sodass wir ziemlich eklig in die Stadt gingen um ein Internetcafe zu suchen und auf Uschi’s Anruf zu warten. Zuvor machten wir noch einen kleinen Abstecher in einen Billigladen, der uns um 15 Dollar aermer machten, denn wir kauften uns Billigschminke en masse , aber irgendwann muss man mal zugreifen! Um 15 Uhr hoerte ich mein Handy klingeln und Uschi teilte uns mit, dass sie in ner Stunde da sein wuerde. Also noch etwas im Internet surfen und dann schnell Bluemchen fuer sie suchen. Als wir uns gerade auf der Suche eines Blumenladens befanden, bekam ich einen Anruf von ihr. Sie sei schon in der Stadt und fragt wo wir sind! PANIK.. schnell ging es in den naechsten Blumenladen und keine 5min spaeter stand uns eine frische und sehr schlanke Uschi strahlend entgegen. Eine kurze Umarmung und ab ging es durch die Einkaufsstrasse in Adelaide, welche aber um ein vieles kompakter als die in Sydney war. Sie zeigte uns noch kurz das Unigelaende und wir stiegen in ihr etwas aelteres Auto, welches aber wie ein Neuwagen laeuft. Ich bin beeindruckt ! An Mt. Barker vorbei ging es Richtung Strathalbyn, ein 6km entfernter Ort von der Farm. Die Gegend veraenderte sich rasch in eine trockene braune Wueste, denn dort faellt nicht so viel Regen wie an der Kuestenregion, denn die Berge fangen all den Regen auf. Die Fahrt genoss ich und freute mich schon auf die Farm. Sie erzaehlte von einem Hund, namens Max und vielen Pferden und ihrer Arbeit. Irgendwann bogen wir rechts in einen Schotterweg ab, der uns an den Weiden von Greg vorbeifuehrte, bevor wir durch ein Tor ankamen. Sofort sahen wir Greg, der auch kurze Zeit spaeter uns begrueste und Uschi zeigte uns ihr Zimmer, wo wir schlafen konnten. Ein kleiner suesser Raum mit Doppelbett. Daraufhin ging es ueber den Hof und wir konnten bis Sonntag erstmal entspannen. Jeden Morgen geht es fuer beide frueh raus und 4 andere Maedels kommen, um beim Einreiten, Fuettern usw. der Rennpferde zu helfen. Um 10 gibt es eine Kaffeepause und um 12 ein kleines Mittagessen .. bevor es fuer sie dann in die entspanntere Phase des Tages geht. Ausserdem brutzelten wir jeden Abend etwas leckeres (mit unserer Hilfe !), welches ich ziemlich genoss. Aber ich merkte nach einiger Zeit, dass ich etwas an Gewicht zunahm.. welches ich hoffe bald wieder verschwindet . Hehe Mein Horroerlebnis war der Pferderitt! Ich befand mich gerade im Bett’chen, aber Anksch ueberredete mich zum Reiten. Am Anfang hielt ich mich noch gut im Sattel bis das gute Pferd immer schneller wurde. Ich konzentrierte mich nur darauf nicht herunterzufallen und hatte einfach keine Kraft die Zuegel zu ziehen, bis es immer schneller wurde und ich in Panik gerat. Ich fing an etwas zu kreischen und Uschi meinte, dass ich ruhig bleiben solle, aber ich konnte es in dem Moment einfach nicht. Anksch filmte munter die ganze Sache, bis sie aber stoppte, weil sie auch Angst hatte, dass ich runterfallen koennte und sie meinen Tod gefilmt haette. Mein Adrenalinspiegel war ziemlich hoch nach dem Ritt und ich hab erstmal wieder genug von Pferden fuer ein paar Jahre :D. Ich war ja noch nie der grosse Pferdefan. Fuer Anksch war es hier eher ein kleines Paradies. Ich entspannte lieber mit meinem Buch aus der Buecherei im Bett oder schrieb meinen Motivationsbrief fuer meinen einen Studiengang auf Englisch. Nochmal ein grosses Danke an Uschi & Greg fuer ihre Hilfe ! Wir erlebten zwei Pferderennen (eines am Mittwoch, das andere am Samstag). Ich fand es ziemlich gut, was ich nicht gedacht haette bei meiner Begeisterung fuer den Reitsport. Anksch und ich setzten unser Geld auf zwei von Greg’s Pferde. Mein Pferd (Scary Smokovec) gewann leider nicht, aber mein 1 Dollar war fuer mich nun auch kein allzu grosser Verlust . Anksch hatte dagegen aber 5 gewettet. Sie verlor aber auch, denn sie hatte nur auf WIN getippt, also musste ihr Pferd erster werden…leider wurde sie nur Zweite, aber immerhin..! Das Rennen in Adelaide war ein ganz anderes Kaliber. Die Pferde waren poliert und alle liefen in Anzuegen herum. Weil es kein groesseres Rennen an diesem Wochenende war, liefen keine Frauen mit Roeck’chen und Federhuet’chen auf dem Kopf rum. Schade! Teilweise machten mich die Maenner in ihren Anzuegen etwas aggressiv, weil sie einfach alle so stolz auf ihr Tier waren, aber irgendwie doch keine Ahnung hatten und nur gesehen werden wollten. Fuer unser Pferd war es das erste Rennen, aber leider verpasste es den Start und wir wurden letzter. Greg war etwas niedergeschlagen, weil natuerlich Energie in das Training des Pferdes gesetzt wurde.
Wir sahen Jokey’s von Pferden fliegen und hoerten Gruselgeschichten von Todesfaellen, aber alles in allem fand ich die Pferderennen echt schoen und vllt werde ich in Deutschland auch mal ein Rennen in Hannover oder so besuchen.
Die Zeit bei Uschi war jedenfalls eine entspannte Zeit: Wir arbeiteten vormittags etwas am Haus oder am Hof/den Autos/Pferdewaegen (Tueren Streichen, Fenster putzen, Greg’s neues Auto putzen, den Pferdewagen, Pfeiler streichen usw.), nachmittags fuhren wir mit Uschi herum und sie zeigte uns die Umgebung (z.B. Victor Harbour) oder wir haben Kekse gebacken (aus ihrem 500 Keks-Rezepte-Buch!!), die nach kurzer Zeit natuerlich verschwanden, fuhren mit ihr einmal zum Tanzen oder in die Bibliothek. Es war echt total nett von ihr, wie sie uns immer herumkutschiert hat, damit wir z.B. ins Internet koennen, um unsere Reisen zu planen oder auch viele Kleinigkeiten, wie das Herumtelefonieren wegen unsere Touren oder wie ich das Telefon am Sonntag fuer 2h blockiert habe .. also danke, ich hoffe ihr gefaellt unser kleines Geschenk.
Unsere Sachen sind gepackt und Uschi faehrt uns gleich nach Adelaide. Dort werden wir eine Nacht verbringen, bevor es ueber Coober Pedy nach Alice Springs geht, wo wir voraussichtlich am Donnerstagabend ankommen werden, um unsere schon bezahlte 9-taegige Outbackreise Richtung Darwin zu starten und dann werden wir sehen wo unsere Wege hingehen und wann Anksch und ich uns trennen werden.
Die Nacht war kurz und ich steuerte schon frueher als gedacht die Duschen an und wir machten uns nochmals auf den Weg zum Einkaufszentrum um fuer Anksch und mich etwas zu trinken fuer den Abend zu kaufen. Ich musste ja schliesslich wieder aufstocken! Mein Tag brachte mir eine kleine Gluecksstraehne und ich ergatterte zwei teure Lipgloss je fuer 75 Cent. Nun huschten wir wieder auf den Campingplatz zurueck bevor wir uns etwas huebsch machten. Unser Alkohol wartete schon auf uns. Mal wieder ging es etwas spaeter los als geplant und ab in den Bus. Ein paar Spaesschen gemacht und schon befanden wir uns in Melbourne City. Ich hatte mir auf einen kleinen Plan geschrieben wo sich unsere „Disko“ des Abends befand. Kurz noch ein Anruf bei meinem zweitem Vater Pia und ab ging es mit Partylaune in Richtung Party. Ueberall waren mal wieder aufgetakelte Maedels mit Miniroecken, karierten Hemden, kurzen Kleidchen, aufgewuschelten Haaren und viiieeel Schminke im Gesicht. In Deutschland wuerde nie jemand soo zu einer Party gehen! Etwas komisch war mir schon zumute, ob wir denn dort ueberhaupt reinkommen sollten, denn im L.P. wurde schon angegebn, dass dort aussortiert wird. Die Gegend sah etwas heruntergekommen aus, aber irgendwie hatte es auch ihren Charme, halt Party mit Australiern! :D Die Leutchen vor uns wurden mit dem Satz „Heute ist eine Privatparty!“ abgewiesen. Wir mussten „nur“ 15 Dollar bezahlen und die Party wartete auf uns. Es ging ein paar Stockwerke hoch. Die Waende vollgeschmiert und etwas duester, bevor wir uns durch mehrere Tunnelgaenge zur Bar kaempften. Wir kamen an vielen aelteren Sofas vorbei und wie immer waren mal wieder nur gutaussehende und schlanke um uns herum. Die Typen waren alle geschniegelt und auch wie beim anderen Geschlecht nur die Besten vorhanden. Fuer mich war das alles mal wieder zu viel Schoenheit und zu viel Eindruecke auf einmal. Alle sahen anders als in Deutschland aus (fetziger?), aber ziemlich gut. Die Musik liess zu wuenschen uebrig, zwar spielten sie Housemusik und so nen Krams, aber da muessen sie mal nach Deutschland kommen. Anksch bestellte sich was zu trinken, aber irgendwann ging es ihr nicht so gut und wir gingen nach draussen. Auf dem Maedelsklo standen auch ueberall Typen herum. Mit meinem verwirrten Blick war wohl allen klar, dass ich nicht von hier bin und erklaerten mir, dass man das hier nicht so sieht und jeder Mann ja auch etwas schwul ist. Soso! Anksch hatte nach kurzer Zeit kein Interesse mehr an der Party und wir machten uns auf dem Weg zu einer anderen Party, aber hatten bis jetzt noch nicht so die Idee wo denn DIE Party sein sollte. Wir machten uns einfach auf dem Weg zum Federation Square und begaben uns unter etwas aeltere Leute. Ploetzlich sah ich Martin aus Sydney, den wir ganz am Anfang unserer Reise in der Scubar kennenlernten, der uns zwar auch des oefteren zu seiner Hausparty einlud, aber wir konnten leider nie bzw. ich, weil ich schliesslich immer am Wochenende arbeiten musste. Wie sich herausstellte besuchte er seine Freundin in Melbourne und mir kam mal wieder der Satz in den Kopf „Die Welt ist klein!“ . Kurz darauf verabschiedeten wir uns von ihm und sassen den Rest des Abends nur noch herum. Anksch hatte irgendwie ihre Laune verloren und wir machten uns auf dem Weg zur Bahn. Es war 4 Uhr nachts, aber wie wir kurze Zeit spaeter mitbekamen: Der erste Zug fuhr erst um 6:40 Uhr. Ich dachte ich hoere nicht richtig! Die Busse fuhren noch spaeter, sodass wir keine andere Chance hatten als in der Kaelte zu warten…Ein Taxi haette uns 40 Dollar gekostet und das war mir das Geld echt nicht wert. Im FlindersBahnhof setzten wir uns an einen Tisch. Ueberall waren Partygaenger, die schliefen und auf den ersten Zug/Bus warteten. Ich legte mich schlafen, bis mich nach einer Stunde ein Betrunkener aufweckte und fragte ob es mir gut gehe. Leicht aggressiv legte ich mich wieder hin und uebergab Anksch die Aufgabe des Abwimmelns. Sie erzaehlte mal wieder irgendeinen Mist, aber er glaubte ihr. Ich musste mir das Lachen wie immer verkneifen, aber schlummerte noch fuer eine kurze Zeit weiter bis wir uns einen anderen Platz suchten. Die Maedels in Minirock taten mir echt leid, aber manche huschten aufs Klo um sich unter den Haendetrockner zu stellen. Gute Idee! Neben uns befanden sich 3 Typen, die ca. nach 16 aussahen. Ein Maedchen und ihr Freund begaben sich noch dazu und wie es in Australien ueblich ist, wurde sich unterhalten ..nicht so wie in Deutschland. Aber die beiden waren erst 14 und ich kam mir echt etwas alt vor, mit 20. Aber auch besser, weil ich haette mit 14 kein Bock auf Disko gehabt. Zu dieser Zeit gab es noch die Maedchen oder die Bravo oder irgendwelche Kassetten und ich sah auch aus wie ein fettes Kind, aber besser so, also mit so jungen Jahren nachts um 5 im Bahnhof rumzulungern und auf cool zu machen, weil sie in alle Diskos reinkommen. Die restlichen Stunden sollten nicht enden und wir beide frierten uns echt den „Arsch“ ab, bis dann endlich der Zug kam und ich nur noch apartisch einstieg und die 2km zum Campingplatz zuruecklegte. Anksch stratze schon einmal vor um das Bettchen zu machen.
Am Sonntag wachten wir erst irgendwann nachmittags auf, bevor ich noch mal in die Stadt fuhr um meine Studienbewerbungen zu vervollständigen. Wir freuten uns schon riessig auf Grey’s Anatomy, aber wie wir feststellen mussten war Australien eine Folge zurueck, sodass wir die letzte Folge, die wir schon aus Neuseeland kannten, sahen. Noch etwas angeschlagen von der Nacht ging es wieder ins Bettchen, sodass unserer Fahrt Richtung Uschi nichts mehr entgegenstehen konnte.
Von Melbourne aus ging es zuerst noch zum grossen Einkaufszentrum mit unserem geliebtem Aldi. Wir wollten noch mal kurz einkaufen und ich mein Paket zur Post bringen, damit ich nicht mehr so viel tragen muss. Obwohl ich dazu sagen muss, dass ich immer noch mit 2 Extra-Taschen und meinem Backpack rumrenne. Dank an den guten Verkäufer in Hannover! Anksch erwischte mal wieder einen schlechten Tag, denn ihre Bankkarte funktionierte nicht mehr und wir mussten nun vom meiner Mastercard leben…ohne Bargeld, aber heutzutage kann man bei Tankstellen oder Campingplaetzen zum Glueck damit bezahlen. Etwas missmutig stiegen wir wieder in unseren rostenden Camper, der bei jedem Huckel etwas Rost abgab und den wir beim Kochen in unserer Spuele und unserer Ablage wieder finden konnten, aber mit was man sich nicht alles abgeben kann .
Von dort aus ging es Richtung Great Ocean Road. Wir fuhren an Geelong vorbei und machten noch einen kurzen Stop an dem Strand, wo die Surfweltmeisterschaften nach Anksch stattfanden oder stattfinden, bevor wir uns schon auf der Great Ocean Road befanden, die uns den Tag aber nur bis nach Lorne brachte. Dort parkten wir unseren Camper auf einem öffentlichem Parkplatz wo wie ueberall in Australien das Schlafen über Nacht nicht erlaubt ist. Wir hatten aber kein Schild entdeckt, sodass wir uns nur kurz was zu essen machten und viele Kakadu’s und Papageien beobachten und mal wieder schlafen gingen, bis mich Anksch irgendwann aufweckte. „Wach auf man!“..ich befand mich eigentlich noch im Schlaf und sie sagte, dass angeblich die Polizei vor unserem Auto angehalten hat und sich unsere Nummer aufgeschrieben hat, weil wir hier nicht parken duerfen. Ich bekam nur „Laber nicht raus und meinte, dass die doch sicherlich geklopft haetten..oder spaeter wiederkommen, um zu schauen ob wir immer noch dort waeren (Es war erst 9 Uhr abends!). Sie war mal wieder total in Panik und rastete bei dem Gedanken 100 Dollar Strafe zu zahlen total aus. Ich blieb hinten ruhig liegen und Anksch stieg mit Aggressionen vorne ins Auto ein, um uns Umzuparken. Das Umparken dauerte leider ne halbe Stunde und keine Ahnung wo sie mitten in der Nacht alles langfuhr. Ich merkte nur, dass es immer holpriger wurde und wir uns wohl irgendwo im nirgendwo befinden mussten, dann rutschte ich mit dem Kopf nach unten und wir fuhren irgendeinen Berg hoch..links rechts links rechts..umdrehen.. aber irgendwann befanden wir uns auf einem Lookout-Punkt. Sie beruhigte sich etwas, bevor die Frage ob wir hier abstuerzen koennten in ihr aufkam. Ich machte mich diesmal auch verrueckt, obwohl es eigentlich keine Moeglichkeit des Abstuerzen gab, denn unser Camper war ca. 5m vom Abhang entfernt. Wer sollte schon mitten in der Nacht unseren Camper umstossen, sodass er herunterpoltert?! Dann ging es endlich schlafen.
Morgens hatten wir einen super Blick auf die Great Ocean Road und ab ging es am Strand essen. Ich war an dem Tag der Fahrer und meine Aufgabe war es uns heile ueber die Ocean Road zu bringen, weil wir des oefteren gehoert hatten, dass sie ja sooo gefaehrlich sein sollte. Die Strassen waren gut befahrbar und wenn man die Richtgeschwindigkeiten einhielt, war alles im Lot! Alle 15 min machte ich einen Stop um ein Foto zu schiessen. Zu unserer Verwunderung war die G.O.R. schon nach 30km zu Ende und wir fuhren ins Inland. Ich war ziemlich enttaeuscht. Die Strecke war zwar schoen, aber ob ich sie als schoenste Strasse ansehen sollte…ich weiss es nicht! Nach der Inlandsfahrt kamen wir zu den 12 Aposteln. Anksch schlummerte etwas und war ziemlich verwundert, dass wir schon so weit gekommen waren mit unserem 80km/h-Auto. Wir parkten unser Zebra direkt neben den anderen zwei Wicked-Campern. Durch eine Strassenunterfuehrung kamen wir an tausenden Chinesen vorbei mit ihren ka teueren Kameras vorbei, bis wir SIE sahen. Umgehauen haben die „Felsen“ mich nicht, aber sie sind einfach ein MUSS, wenn man die Great Ocean Road abfaehrt. Wir verbrachten dort eine ¾ Stunde bevor es uns weiterzog. Langsam daemmerte es und wir fuhren mittlerweile auch schon seit vielen Stunden wieder auf dem normalem Princess Hwy, der uns schon seit Sydney begleitete. Im Dunkeln suchten wir einen Campingplatz. Der 1. hatte eigentlich wie angegeben noch geoeffnet, aber keiner sass an der Rezeption, also weiter, bis wir einen in der Naehe von Portland fanden. Unser Tagesziel war erreicht und der naechste Tag sollte unser letzter in unserem Camper sein.
Anksch war an der Reihe sich hinters Lenkrad zu schwingen und nach einer schoenen warmen Dusche machte ich es mir gemuetlich. Wir mussten mal wieder oefters nach dem Weg fragen, aber schafften es uns Richtung Adelaide zu machen, aber auf der Kuestenstrasse. Eigentlich haetten wir auch den Inlandweg nehmen koennen, weil es nicht wie wir dachten am Wasser entlangging. Es gab nur hin und wieder ein paar Abzweigungen zu Orten, die am Wasser lagen, aber davon hatten wir herzlich wenig! Wir machten aber trotzdem einen kleinen Abstecher in ein kleines Doerf’chen am Meer. Von dort aus ging es dann weiter Richtung Adelaide. Wir fuhren an vielen toten Kaengerus vorbei, die sicherlich von grossen Trucks ueberfahren wurden. Die Strassen waren leer und wir hatten etwas Panik einen Unfall zu haben, denn wer wuerde uns hier finden?! Keiner! In der Daemmerung kamen wir an vielen Seen vorbei, bis es dann an Mt Barker in die Stadt reinging. Nachts suchten wir die Strasse, wo wir unseren Camper abgeben mussten und fanden ihn doch nach einiger Zeit und stellten uns neben die vielen anderen Camper auf den Hof. Abends kam noch ein Mann aus dem Nachbarhaus und begruesste sie und fragte ob sie trinkt oder raucht. Beides verneint und er machte sich wieder auf den Weg zurueck. Ich dachte es sei die Polizei gewesen, aber ka was der wollte.
Am naechsten Tag erblickte ich um unser Auto ueberall Bauarbeiter, denn das Nachbarhaus war noch nicht fertiggestellt. Wir machten uns langsam daran unsere Sachen zu packen, aber leider gab es hier keine Dusche und noch nicht mal ein Waschbecken auf dem Klo von Wicked, sodass wir ziemlich eklig in die Stadt gingen um ein Internetcafe zu suchen und auf Uschi’s Anruf zu warten. Zuvor machten wir noch einen kleinen Abstecher in einen Billigladen, der uns um 15 Dollar aermer machten, denn wir kauften uns Billigschminke en masse , aber irgendwann muss man mal zugreifen! Um 15 Uhr hoerte ich mein Handy klingeln und Uschi teilte uns mit, dass sie in ner Stunde da sein wuerde. Also noch etwas im Internet surfen und dann schnell Bluemchen fuer sie suchen. Als wir uns gerade auf der Suche eines Blumenladens befanden, bekam ich einen Anruf von ihr. Sie sei schon in der Stadt und fragt wo wir sind! PANIK.. schnell ging es in den naechsten Blumenladen und keine 5min spaeter stand uns eine frische und sehr schlanke Uschi strahlend entgegen. Eine kurze Umarmung und ab ging es durch die Einkaufsstrasse in Adelaide, welche aber um ein vieles kompakter als die in Sydney war. Sie zeigte uns noch kurz das Unigelaende und wir stiegen in ihr etwas aelteres Auto, welches aber wie ein Neuwagen laeuft. Ich bin beeindruckt ! An Mt. Barker vorbei ging es Richtung Strathalbyn, ein 6km entfernter Ort von der Farm. Die Gegend veraenderte sich rasch in eine trockene braune Wueste, denn dort faellt nicht so viel Regen wie an der Kuestenregion, denn die Berge fangen all den Regen auf. Die Fahrt genoss ich und freute mich schon auf die Farm. Sie erzaehlte von einem Hund, namens Max und vielen Pferden und ihrer Arbeit. Irgendwann bogen wir rechts in einen Schotterweg ab, der uns an den Weiden von Greg vorbeifuehrte, bevor wir durch ein Tor ankamen. Sofort sahen wir Greg, der auch kurze Zeit spaeter uns begrueste und Uschi zeigte uns ihr Zimmer, wo wir schlafen konnten. Ein kleiner suesser Raum mit Doppelbett. Daraufhin ging es ueber den Hof und wir konnten bis Sonntag erstmal entspannen. Jeden Morgen geht es fuer beide frueh raus und 4 andere Maedels kommen, um beim Einreiten, Fuettern usw. der Rennpferde zu helfen. Um 10 gibt es eine Kaffeepause und um 12 ein kleines Mittagessen .. bevor es fuer sie dann in die entspanntere Phase des Tages geht. Ausserdem brutzelten wir jeden Abend etwas leckeres (mit unserer Hilfe !), welches ich ziemlich genoss. Aber ich merkte nach einiger Zeit, dass ich etwas an Gewicht zunahm.. welches ich hoffe bald wieder verschwindet . Hehe Mein Horroerlebnis war der Pferderitt! Ich befand mich gerade im Bett’chen, aber Anksch ueberredete mich zum Reiten. Am Anfang hielt ich mich noch gut im Sattel bis das gute Pferd immer schneller wurde. Ich konzentrierte mich nur darauf nicht herunterzufallen und hatte einfach keine Kraft die Zuegel zu ziehen, bis es immer schneller wurde und ich in Panik gerat. Ich fing an etwas zu kreischen und Uschi meinte, dass ich ruhig bleiben solle, aber ich konnte es in dem Moment einfach nicht. Anksch filmte munter die ganze Sache, bis sie aber stoppte, weil sie auch Angst hatte, dass ich runterfallen koennte und sie meinen Tod gefilmt haette. Mein Adrenalinspiegel war ziemlich hoch nach dem Ritt und ich hab erstmal wieder genug von Pferden fuer ein paar Jahre :D. Ich war ja noch nie der grosse Pferdefan. Fuer Anksch war es hier eher ein kleines Paradies. Ich entspannte lieber mit meinem Buch aus der Buecherei im Bett oder schrieb meinen Motivationsbrief fuer meinen einen Studiengang auf Englisch. Nochmal ein grosses Danke an Uschi & Greg fuer ihre Hilfe ! Wir erlebten zwei Pferderennen (eines am Mittwoch, das andere am Samstag). Ich fand es ziemlich gut, was ich nicht gedacht haette bei meiner Begeisterung fuer den Reitsport. Anksch und ich setzten unser Geld auf zwei von Greg’s Pferde. Mein Pferd (Scary Smokovec) gewann leider nicht, aber mein 1 Dollar war fuer mich nun auch kein allzu grosser Verlust . Anksch hatte dagegen aber 5 gewettet. Sie verlor aber auch, denn sie hatte nur auf WIN getippt, also musste ihr Pferd erster werden…leider wurde sie nur Zweite, aber immerhin..! Das Rennen in Adelaide war ein ganz anderes Kaliber. Die Pferde waren poliert und alle liefen in Anzuegen herum. Weil es kein groesseres Rennen an diesem Wochenende war, liefen keine Frauen mit Roeck’chen und Federhuet’chen auf dem Kopf rum. Schade! Teilweise machten mich die Maenner in ihren Anzuegen etwas aggressiv, weil sie einfach alle so stolz auf ihr Tier waren, aber irgendwie doch keine Ahnung hatten und nur gesehen werden wollten. Fuer unser Pferd war es das erste Rennen, aber leider verpasste es den Start und wir wurden letzter. Greg war etwas niedergeschlagen, weil natuerlich Energie in das Training des Pferdes gesetzt wurde.
Wir sahen Jokey’s von Pferden fliegen und hoerten Gruselgeschichten von Todesfaellen, aber alles in allem fand ich die Pferderennen echt schoen und vllt werde ich in Deutschland auch mal ein Rennen in Hannover oder so besuchen.
Die Zeit bei Uschi war jedenfalls eine entspannte Zeit: Wir arbeiteten vormittags etwas am Haus oder am Hof/den Autos/Pferdewaegen (Tueren Streichen, Fenster putzen, Greg’s neues Auto putzen, den Pferdewagen, Pfeiler streichen usw.), nachmittags fuhren wir mit Uschi herum und sie zeigte uns die Umgebung (z.B. Victor Harbour) oder wir haben Kekse gebacken (aus ihrem 500 Keks-Rezepte-Buch!!), die nach kurzer Zeit natuerlich verschwanden, fuhren mit ihr einmal zum Tanzen oder in die Bibliothek. Es war echt total nett von ihr, wie sie uns immer herumkutschiert hat, damit wir z.B. ins Internet koennen, um unsere Reisen zu planen oder auch viele Kleinigkeiten, wie das Herumtelefonieren wegen unsere Touren oder wie ich das Telefon am Sonntag fuer 2h blockiert habe .. also danke, ich hoffe ihr gefaellt unser kleines Geschenk.
Unsere Sachen sind gepackt und Uschi faehrt uns gleich nach Adelaide. Dort werden wir eine Nacht verbringen, bevor es ueber Coober Pedy nach Alice Springs geht, wo wir voraussichtlich am Donnerstagabend ankommen werden, um unsere schon bezahlte 9-taegige Outbackreise Richtung Darwin zu starten und dann werden wir sehen wo unsere Wege hingehen und wann Anksch und ich uns trennen werden.
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