Freitag, 4. April 2008

NEW ZEALAND - Pahia + Cape Reinga

Und ab gings von Auckland hoch nach Paihia in unsere als 5-Sterne gepreiste Backpacker-Unterkunft. Dieses Mal ging es recht zuegig voran und um Mittag rum, sah ich schon unsere Lodge von weitem :). Wir freuten uns, bis wir das Schild am "Bay Adventurer" (Anderes Hostel) ein Zeichen fuer freie Kayak's gab und schon war unsere Stimmung wieder etwas weiter unten, weil wir uns mal wieder aergerten das falsche Hostel ausgesucht zu haben. In unserem Hostel gab es aber auch freie Fahrraeder, wie auch im B.A.! Na wenigstens etwas! Die Rezeption war geschlossen. Dort befand sich ein Schild mit der Aufschrift, dass sie von 10 Uhr bis um 12:30 Uhr gereinigt wird und es war schon fast 13 Uhr, aber wie gesagt..hier ist man im Egal-Land :). Da kommt man auch oefters spaeter und hat auch seine eigenen Oeffnungszeiten. Ein flotter Spruch befand sich noch unter geschlossen: "Oder findet uns irgendwo im Hostel, wenn es dringend ist". Dazu waren wir aber zu faul, bis mich aber irgendwann doch etwas eine kleine Aggressionswelle ueberkam und ich mich erfolglos auf den Weg machte. Kurze Zeit spaeter aber tauchter einer von der Rezeption auf. Uns wurde ein Zimmer zugeteilt u ab ging es mit unseren Backpack's in die 1. Etage. Das letzte Zimmer, welches auch unsere war, wurde noch als einzigstes gereinigt. Wir warteten noch ein paar Minuetchen und Anksch beschwerte sich bei mir fuer den fehlenden Strand-Ausblick, den es nur von den Seiten gab. Darauf kam einer der Putzkraefte names Matthias aus unserem Zimmer mit ein paar mahnenden Worten. :) Unser neuer Freund wohnte auch noch bei uns im Zimmer. Das wird ein Spass, dachten wir uns. Und dann gings ins neue edle Heim mit nur 6 Betten und einem eigenen Badezimmer, welches auch jeden Tag sauber gemacht wird, genauso wie das restliche Zimmer. Das Wetter war an diesem Tag noch recht schoen, sodass wir uns entschieden die Fahrraeder zu nutzen. Die Fahrraeder waren die coolsten, die ich je in meinem Leben gesehen hatte. Auf so einem wollte ich schon immer mal sitzen und sie waren auch um ein vieles bequemer als die in Coromandel Town. An der Rezeption eine 20 Dollar Kaution geblecht und ab ging es zum Wooli, um fuer unsere 3 Naechte in Paihia etwas Essen zu kaufen. Zum Fruehstueck gibts jetzt oefters Milchreis mit Vanillegeschmack, aber wir beide ernaehren uns trotzdem ziemlich gesund, mal Fisch, mal Salat, mal Koernerbrot...:), also nicht so wie Babs u Kurt. hehe Unsere Tueten auf dem Flitzer untergebracht und zurueck ging es zum Hostel, wo wir auch gleich unser Abendbrot brutzelten. Bei mir gab es Pellkartoffeln mit Quark, von denen ich noch die restlichen Tage essen konnte, weil ich mir einfach 5 Kartoffel gekauft hatte :). Passiert! Anschliessend war ich soo muede, dass ich nur noch ins Bett'chen gefallen bin, weil wir naechsten Morgen wieder frueh rausmussten, denn unser Cape Reinga Tagesausflug war angesetzt!
Um 5 Uhr morgens gings hoch und puenktlich um 7 Uhr gings mit der Kings-Gesellschaft Richtung Norden. Der Bus war extra fuer solche Reisen ausgestattet, d.h. er war ca. ein 4WD-Bus, der immer wie ein Gummiball auf der Strasse hin und her geschubst wurde. Nach kurzer Zeit war dieses ziemlich nervig, obwohl es schon cool war mal mit so einem "besonderem" Bus zu fahren, der auch ueber den Strand und durchs Wasser duessen kann. Unser 1. Halt war an dem Kauri-Wald mit den riessigen Baeumen. Es war ziemlich beeindruckend, aber Anksch brauch um diese zu verarbeiten immer etwas laenger, sodass sie meinte ich waere ein Banause. Darauf gab ich nur "Spinner!" zurueck. Ich brauch halt nicht so lange :) angucken, Foto, angucken und weitergehen! hehe Das reicht doch vollkommen. Unser 2. Stop war an einer Raststaette mit einem Souveniershop mit Kaurimoebeln, die teilweise bis zu 22,000 Dollar kosteten, aber die total weich waren. Ein Schokocookie war fuer mich noch drin und nun gings weiter zum Cape Reinga. Wir hatten geschlagene 45min, die aber leider wegflogen wie 2min. Direkt bis zum Leuchtturm kamen wir nicht, denn kurz vorher mussten wir umdrehen, weil die Zeit fast um war! Uns wurde aber auch noch erzaehlt, dass Cape Reinga genau auf der Hoehe oder dem Breitengrad von Sydney liegt. :) "Hallo Sydney..ich vermisse dich!", dachte ich mir. Und ab ging es in den Bus an einen kleinen Strand fuer unsere Mittags-Pause, aber die war wieder kurz besteuckt war. Anschliessend ging es zum Sand-boarden. Zuerst spekulierten wir, ob man nicht dafuer bezahlen muesste, aber es war fuer alle umsonst. Zuvor gab es noch ein paar Sicherheitsanweisungen, die mir echt zu schaffen machten, weil er hinzufuegte, dass wir dort mit 100km/h den Berg herunterduest und wenn man die Arme/Beine irgendwie falsch platziert, sie erstmal fuer eininge Zeit einbandagieren muss. Mit ewas Panik fuer mich ging es den Berg mit dem Board hoch. Alle Maedels hatten etwas Panik, aber ich war wie immer die 1. von uns beiden. Unser Busfahrer zeigte uns noch einmal wie man sich richtig hinlegen muss. Meine Angst war immer groesser, weil sich auf dem Weg nach unten ein paar Leute schon ueberschlugen hatten und ich dies nicht umbedingt auch erleben wollte. Ich konnte noch nicht mal den Weg nach Unten sehen, als ich oben stand. :( Der doofe Busfahrer tat aber auch noch einiges zu meiner Angst dazu, denn er meinte, dass er mir das schnellste Board gegeben hatten und ergaenzte noch, dass er mir ein neues unten geben wuerde (den letzten Teil hatte ich eh nicht mehr in meiner Panik mitbekommen und war auch ein Scherz von ihm). Nun gab es kein zurueck mehr und schnell wie eine Maus ging es den Hang herunter. Etwas Sand ueberall, aber heil kam ich unten an und ein 2. Mal musste es noch sein. Anksch sagte noch zu mir, dass man mich die ganze Zeit nur schreien hoeren hat. Na ja, was solls.. :) ich hatte ja auch Angst! Beim 2. Mal raste ich eine kleine Duene rein und erntete maechtig viel Sand, der in meinem Mund landete :(. Oma und Opa aus dem Bus gaben mir ein Taschentuch und trugen sogar mein Board zurueck in den Bus, weil sie Mitleid mit mir hatten. Dann gings weiter durchs Wasser und an den 90 Mile Beach. Den fuhren wir bis ganz in den Sueden ab. Kurz noch einen Stop am Wasser. Manche von uns sammelten Muscheln, die sie abends kochen wollten. Anksch und ich sind da nicht so der Fan von, sodass wir uns mit fotografieren beschaeftigten. Anksch wollte mal wieder irgendwelche Sprungfotos am Strand von sich haben. :) Ab in den Bus und kurze Zeit spaeter ging es auch wieder vom Strand herunter und auf die Strasse. Noch einen kurzen Stop an der Raststaette vom ersten Mal und ab zurueck nach Paihia. Auf dem Weg dorthin verloren wir weiterhin Passagiere, sodass wir die letzten waren, die an der Saltwater Lodge abgesetzt wurden. Muede wie immer huschten wir gleich unter unsere Deck'chen.
Unser 3. und letzter Tag brach erst um 9 Uhr an. Fuer uns hiess das AUSSCHLAFEN ;).. yuhuuu! Heute stand Kayak-Fahren dran. Das Wetter war eher schlecht, denn die Sonne liess sich eher selten hinter den vielen Wolken blicken. Aber nichts destotrotz ging es mit kurzer Hose und Top zum Kayak-Stand. Der Mann hielt uns wie immer fuer Schwedinnen und hielt uns aber sicherlich nach kurzer Diskussion fuer dumm, weil wir keine Handtuecher oder auch dickere Kleidung mit hatten, weil wie er meinte auf den Inseln es etwas kaelter werden wuerde und das Wetter schliesslich auch nicht nach 30Grad in der Sonne aussah. Ab ging es zurueck ins Hostel und unsere Sachen geholt, bevor es nun endlich fuer 5 Stunden in einem 2er-Kayak aufs offene Meer ging. Nach kurzer Zeit liess meine Kondition schon zu Wuenschen uebrig. Anksch ermahnte mich des oefteren etwas besser zu paddeln, weil ich mein Paddel immer nur leicht ins Wasser tauchte (natuerlich um Energie zu sparen! :)..). Kurz ueber mehrere Inseln, bevor ich ziemlich ausrastete, weil ich einfach kein Bock mehr hatte. Das Wetter war doof, ich konnte nicht mehr und die Wellen waren so stark, sodass wir ziemlich kaempfen mussten. Anksch lachte sich nur weg, sodass ich noch saurer wurde :).. aber ich schaffte es noch, genauso wie das Wetter. Die Sonne schien und wir paddelten an unseren Lieblingsstrand auf der einen suessen Insel zurueck und legten uns neben die tausend Sandfloehe um etwas die Sonne zu geniessen. Anksch erntete wieder einen schoennen Sonnenbrand, ich diesmal aber auch :). Um 3 Uhr nachmittags gings zurueck zum Kayak-Verleih und auch wieder ins Hostel, wo wir uns gleich ueber unser Essen stuerzten. Der restliche Tag verlief etwas ruhiger. Anksch war mal wieder am Marathonlesen und ich hoerte gemuetliche Anksch "Musik".
Am naechsten Tag mussten wir mal wieder frueh aus den Federn. Puenktlich standen wir vor unserer Lodge. Die ganze Zeit stand ein paar hundert Meter weiter ein anderer Bus von Pacific, bis um Punkt 8 der Busfahrer von Weitem schrie "Magic Bus" und wir in Panik hinrannten. Er hielt uns warscheinlich fuer die letzten Deppen, aber na ja. Zum Glueck haben wir unseren Bus nicht verpasst und sind heil in Auckland angekommen, von wo es morgen auch weiter nach Rotorua geht. :)

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